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Aug 28

Maniok

 

Hier bei uns gibt es meistens 3 Sorten was von den Leuten in großem Maßstab angebaut wird. Das ist der Reis, Zuckerrohr und der Maniok.

http://de.wikipedia.org/wiki/Maniok

Gekauft hab ich ihn bei einer Sammelstelle und direkt beim Bauern ab Feld. Der Preis war zwischen 2.20 Bath/kg und 2.60 Bath/kg. Nach der Trocknung bleiben noch um die 50% der Masse übrig.
Man kann also mit einem Futtermittelpreis von um die 5 Bath/kg rechnen.

Zum haeckseln hab ich diese Maschine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das geht fuer meine Verhaeltnisse ganz gut. Getrocknet wird es auf einer Plane in der Sonne. Das dauert zwischen 3 und 7 Tage. Kommt darauf an wie dicht das alles liegt. Auf der Plane 3 *4 Meter haben so um die 500 kg frische Maniok platz. Sonst dauert das trocknen zu lange.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein Bericht von der Anwendung von EM bei Maniok:

xxx://www.forum.em-effektive-mi…php?f=11&t=3201

(Der Link funktioniert z.Z. nicht. Wartungsarbeiten dort. Ich lass ihn einmal stehen weil das was ich dort gelesen habe nicht schlecht war.)

 

Hier ein youtube Video zum Maniokanbau.

https://youtu.be/NdNYF5FkHEM

 

Die reden von 50 Tonnen/Rai. Das sind ja ganz schoene Mengen.
Nur das jemand Bewaesserungsrohre hier legt fuer das Maniok, das habe ich noch nie gesehen. Das wird eher bei uns dort angepflanzt wo es eher trocken ist.
Aber im EM Forum, der schreibt auch das sie den Maniok bewaessern.


 

Vor 2 Wochen war der Traktor da und hat das erste Mal gepfluegt, heute morgen ist er nochmals mit der Bodenfraese daruebergegangen.
Nur war alles gerade. Da ich gelesen hatte das es auch ohne das aufpfluegen der Erde geht, den Maniok anzupflanzen haben wir das weggelassen. Man wird sehen wie das kommt.

Letzte Woche hatte ich mir um die 1200 von den Stangen besorgt. 1 Bath/Stueck. Die wurden zwischengelagert, untenherum Erde angehaeuft so das sie nicht austrocknen.
So soll man die bis zu 6 Monate lagern koennen, von 10 Monaten hab ich auch schon was gelesen. Normal werden wohl um die 4 Monate sein. Die Ernte im Januar und die Neubepflanzung dann im Mai darauf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die zwei haben die Stangen dann nach pruefendem Blick in 15 – 20 cm lange Stuecke gehauen. Geschaut haben sie ob die Stuecke vertrocknet waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem in Stuecke hacken wurden die Staemme in eine Loesung fuer ein paar Minuten getaucht um Insekten abzuhalten sich an die Staemme heranzumachen und die anzufressen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf diesem Feld sollten dann die Staemme gesteckt werden. Muessten um so 3 Rai sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor dem stecken wurde darauf geachtet das auch die richtige Seite in den Boden gesteckt wird. Dort wo das gruene rauswaechst, das sollte oben sein. Auch sollten die Staemme nicht gerade in den Boden gesteckt werden sondern schraege.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann ging es an’s stecken. Schnur gespannt das es ein wenig gerade ist und dann in gebueckter Haltung die Dinger ein paar cm in den Boden gesteckt.
Ich muss dazu sagen das ich mich beim stecken zurueckgehalten habe. Um die Mittagszeit war es so heiss. Das Thermometer zeigt 38 Grad im Haus an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und so sah es dann spaeter aus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geduengt habe ich noch gar nix. Eigentlich habe vor keine Chemie auf’s Feld zu bringen. Die paar Schubkarren Huehnermist wo ich habe, werden hier nicht reichen. Man wird sehen.
Gesteckt haben wir alle 80 cm bei einem Reihenabstand von 1 Meter.

Die Ernte sollte/muesste bei um die 6 Tonnen/ Rai liegen und das ohne Bewaesserung. In 10 Monaten bin ich schlauer.
Jetzt geht es mal darum organischen Duenger herzustellen und den dann auf’s Feld zu bringen.

Ich haette nicht gedacht das die in einem Tag fertig werden. Es waren 7 Leute. 2 beim Staemme hacken, einer wo die Staemme gewaschen und auf’s Feld gefahren hat und zu viert waren sie am stecken.

 

Nach 10 Monaten war ich schlauer. Da ist nix gekommen. Da ich kein Unkraut untergehackt habe war nach kurzer Zeit der Maniok vom Unkraut eingewachsen.

Ein weiterer schlechter Punkt war auch das ich ebenerdig gesteckt habe, sondern nicht auf die gepfluegten Reihen was man immer sieht.

Der Boden war so hart das der Anbau am Traktor zum ausgraben gar nicht so tief in den Boden gekommen ist um die Knollen auszugraben.

Gut das ich das mit dem Maniokabfall gefunden habe. Das Thema Maniok anbauen hat sich erledigt. Da pflanze ich etwas anderes an.


 

Im meinem Fall aber nicht der Anbau sondern die Weiterverarbeitung des Nebenproduktes aus der Staerkeproduktion. Dem

กากมันสำปะหลัง  Gag Mann  ( Abfall oder Nebenprodukt Maniok)

Das Inhaltswerte von dem zeigen eigentlich nichts besonderes an. Normalerweise wird es getrocknet und dem Tierfutter untergemischt.
In einem Onlinemarkt bin ich zufaellig auf eine Reklame gekommen das hier in direkter Naehe bei uns jemand dieses „Gag Man mit Hefe“ verkauft.
30 kg fuer 80 Bath.
Nun bin ich am selbermachen weil das Zeug in der Fabrik so billig ist. Jetzt in der Regenzeit kostet es 40 Bath die Tonne. Beim letzten Mal waren 2 Tonnen auf dem Auto fuer 80 Bath. das ist nichts.

Hier nun zur „Veredelung“

Der Maniokabfall. Um die 1,5 to.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das muss in den Betonbottich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als naechstes werden Zuckermelasse und 46-0-0 Duenger in Wasser aufgeloest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

im anderen Tank kommen brauner Zucker und Backhefe hinein. Wird auch auch mit Wasser vermischt und fuer 10 Minuten stehen gelassen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach wird alles zusammengemischt und in meinem Fall, auf 200 Liter mit Wasser aufgefuellt. Da kommt dann eine Aquariumpumpe hinein die das alles fuer eine Stunde belueftet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer Stunde kommt eine Tauchpumpe in den Mix und das Zeug wird in den Maniok injektiert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann alles abgedeckt und man laesst es mindestens 10 Tage ruhen damit die Hefebakterien ihre Arbeit machen koennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun heist das Produkt

กากมันหมักยีสต์   Gag Mann vermischt mit Hefe (oder so aehnlich)

Hier ein Video ueber die Herstellung

http://www.youtube.com/watch?v=vz85UkMst2o

Durch die Hefebakterien wurden die Proteinwerte auf ueber 10 % erhoeht. Auch die Lysin und Fettwerte haben sich verbessert.
Kostenmaessig bin ich bei ungefaehr einem Bath/kg.
Hier ist ein Link zu einer Uniuntersuchung und zu einem Experiment was die Hefebakterien bewirken (Englisch)

http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S0103-90162009000500007

Jetzt ist eben die Frage in welchen Mengen ich das fuettern kann.
Um mit anderen Futtermitteln gegenzusteuern und keine Mangelernaehrung zu produzieren.

 


 

 

 

 

So um die 40 – 50% fuettere ich dieses Maniokabfall mit Hefe. In der Regenzeit hat es den zwischen 20 und 80 Bath die Tonne gegeben. Das ist nichts. Das Abholen und die Aufbereitung mit der Hefe kosten mehr.

Bei den Schweinen und den Enten kommt es gut an. Wenn alles so kommt wie ich es mir denke dann fressen in der naechsten Regenzeit auch Ziegen diesen Maniokabfall. Man wird sehen.

 


 

 

Ich hatte letztens so einen Einfall wie man vielleicht doch Maniok anpflanzen kann in Verbindung mit Kuerbis.

 

Von einem anderen Wachtelzuechter bekamen wir die Setzlinge

 

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Mein Grundgedanke ist auch wie man das Abwasser des Schweinstalls sinnvoll verwerten kann. In den Betonringen haengt dann eine Tauchpumpe wo mir den fluessigen Mist aufs Feld pumpt. So um die 100 m ist der weiteste Punkt von der Pumpe entfernt und das funktioniert eigentlich ganz zufriedenstellend.

Mit dem Traktor eine Graben gezogen und der wird  mit der Guelle dann bei Bedarf geflutet.

 

 

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Bei youtube gibt es ein paar Videos wo sie durch die Bewaesserung des Manioks sehr gute Ernteergebnisse haben. Muss man hald ausprobieren wie das kommt. Vor allem in Verbindung mit etwas anderem. Auf der rechten Seite des Rinne habe ich mal versuchsweise Mais, Melone und Kuerbis gepflanzt.

Aber es ist wieder wie in der Vergangenheit. Die jungen Pflaenzlein werden von den orangen Kaefern gefressen. Werde wohl ohne Gift in diesem Fall nicht auskommen.

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Vor allem kann ich mit der Bodenfraese zwischen den Maniokreihen fahren. Meine Gedanken gingen eigentlich auch in die Richtung das der Kuerbis das Unkraut unterdrueckt.

Stichwort „3 Schwestern Anbau“. Nun sind es bei mir bis jetzt nur 2, aber vielleicht finde ich ja noch etwas und wenn es doch die Bohnen sind.

 

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Nach ein wenig mehr wie 2 Monaten sieht man doch ganz deutlich das der Maniok gut angewachsen ist. Die woechentliche Duengung und Bewaesserung mit der Guelle tut dem sehr gut.

Meine Gedanken gehen jetzt in die Richtung dort dazwischen Bananen anzupflanzen um dem Weg der Permakultur gerecht zu werden nach der alles abwechslungsreich sein sollte. Dann wird man schon sehen wie sich dieser Mix entwickelt.

 

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Da es auch mal wieder geregnet hat und der Boden somit feucht und weich war konnte ich mit dem Traktor ein paar neue Rinnen ziehen und hab dann wieder Maniok gesteckt.

Zwischen die Rinnen kippe ich immer meinen Mist aus dem Stall. So geht das in einem und ich brauch den Mist kein zweites Mal auf laden.

 

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Es sind auch noch ein paar Maniokwurzeln übrig von dem Anbau vor fast 2 Jahren. Ich hab die Stangen als neue Setzlinge benützt.  Von der Höhe her eigentlich ganz schon gross.

 

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Und hier die Knolle dazu

 

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18 Kg hatte die. Wenn man das jetzt mit den Setzlingen multipliziert, dann kommt man auf einen ganz schöne Menge auf den Rai. Einen Vorteil hätten die  das man die das ganze Jahr ernten kann und auch selber in der Tierfütterung verwenden könnte. Sollte man auch ein Troepfelsystem neu installieren, hätte das sich auf jeden Fall bezahlt.

Da wir eh zur Maniokfabrik fahren könnte man schon mit vollem Auto dorthin fahren und dann wie sonst mit Maniokabfall zurück. Die Zeit wird die Antwort bringen.

 


 

 

Hier mal ein paar Bilder wie der Maniok aktuell ausschaut.

 

Der Maniok ist schoen gewachsen. Teilweise schon ueber 2 m hoch und auch die Farbe der Blaetter ist ein schoenes sattes gruen. Genau das Gegenteil wie es beim erstenmal abgelaufen ist.

 

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Wenn man die Staerke der Stengel auf die Groesse der Knollen umrechnen kann, dann schaut es bis jetzt nicht schlecht aus. Die Staemme haben teilweise die Staerke von Handgelenken erreicht und sind erst um ein halbes Jahr alt.

Geduengt wurde bis jetzt nur das Guellewasser aus dem Stall.

 

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Hier dann die zweite Runde. Ist auch gut angewachsen. Dazwischen der Mist wo im Stall hald anfaellt. Ich seh das jetzt nicht als Ideallösung, aber sollte ich den Mist auf einen Misthaufen kippen, dann muss ich ihn spaeter wieder mit der Hand aufladen und doch aufs Feld fahren.

Ideal waere in meinen Augen wenn man den Mist mit den Bakterien des LDD behandelt und nach der Behandlung auf’s Feld faehrt. Aber so weit bin ich noch nicht.

 

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Vor ca. einem Monat habe ich die dritte Runde gesteckt. Aber die Stecklinge haben nicht mehr ausgetrieben. Waren um ein halbes Jahr alt. Muss um neue schauen.

Ich muss abwarten wie der Maniok aus dem Boden kommt, aber so wie ich das sehe tut das Bewaessern dem Maniok recht gut. Auch wenn ich andere Felder im Vergleich anschauen sieht man schon den Unterschied. Die Staemme duenn, das Gruen der Blaetter ganz matt.

Und ich muss auch dazu sagen das ich doch jeden 2. Tag einen Schubkarren voll Blaetter und Triebe ernte. Darf man auch nicht vergessen das Gruenzeug was so nebenher anfaellt. Den Schweinen schmeckt es immer und so haben sie ihr taegliches Gruenzeug wo gut fuer ihr Verdaungssystem ist.

 


 

 

Seit meine Frau wieder ganztags beim arbeiten ist komme ich in den Genuss den Maniokabfall in der Fabrik zu holen. Unsere „Stammfabrik“  in Phon Thong hat nach einer 3 monatigen Pause wieder den Betrieb aufgenommen. In der Zwischenzeit fuhren wir immer nach Kalasin. Aber ich muss dazusagen das die Ware aus Phon Thong um vieles trockener ist und man somit mehr Maniok auf Auto bekommt.

 

Schade das man in der Fabrik nicht photografieren darf. Ist interessant die Mengen zu sehen, was da umgeschlagen wird. In der Haupterntezeit reihen sich die Lastwagen ewig auf der Strasse und unser Nachbar meint das er schon mal 2 Tage dort geschlafen hat. Ja gute Nacht.

 

Ein anderes Punkt sind die anderen Nebenprodukte die dort anfallen. Das sind einmal die Schalen der Wurzel die beim saeubern anfallen und Asche die beim verbrennen  der Reishuelsen anfaellt. 40 Bath/to. Und es hat den Vorteil das es einen Schaufelradbagger gibt der einem das Zeug auflädt.

Ich habe mir immer Gedanken gemacht weg dem dem mulchen. Was man da nehmen koennte. Ich werde es einmal mit den Schalen der Wurzeln versuchen. Der Maniokabfall kostet zwar nur 10 Bath/to ist aber irgendwie zu schwer fuer so einen Arbeit.

Ich für meinen Teil weiss jetzt nichts billigeres was man zum aufbereiten des Bodens im Garten benuetzen koennte.

 


 

 

Hier hat es noch mehr Informationen mit Links zu weiteren Studien:

 

http://www.feedipedia.org/node/526

 


 

Hier noch andere Studien. Da geht es um die Verwendung von dem Maniok was aus der Ethanolproduktion kommt. Der wird auch fermentiert und dadurch dann die Inhaltswerte erhoeht.

In der anderen Studie wird dann dieses Produkt Milchkuehen zum fressen gegeben.

 

Study on increasing protein of cassava-ethanol byproducts by

Effect of Yeast Fermented Ethanol Waste on Feed Utilization and Digestion in Dairy Cattle

Using fermented cassava ethanol byproducts with yeast

Bei dieser pdf sind noch einige weitere Links aufgefuehrt wo es um die Aufwertung von Manioknebenprodukten geht.

Protein-enriched cassava root meal improves the growth perfo

 

 


 

 

Hier noch der Link zu einer facebook Seite wo pelletierte Maniokblaetter verkauft .

https://www.facebook.com/-Cassava-leaf-feed-pelle

 


 

Hier damit man sich besser vorstellen kann um was es sich eigentlich bei diesen Maniokschalen handelt. Die ganzen Maniokknollen werden am Anfang gewaschen und dort faellt eben dieses an.

 

 

und hier ein anderes Video ueber die Ernte. Oder besser gesagt auch die Verwertung der Blaetter.

Da frage ich mich dann ob das alles den Aufwand wert ist? Irgendwie zieht sich das doch in die Laenge. Ich haette nicht gedacht das es so zeitintensive ist. Wobei ich eben sehr positive ueber die Menge an Blaetter ueberrascht bin. Die ganze Zeit habe ich immer jeden Tag einen Schubkarren voll Blaetter den Schweinen gegeben. So schnell kann man gar nicht schneiden wie der nachwaechst.

Etwas anderes ist das mit der Motorsaege. Die Stangen sind so dick, da kommt man mit dem Messer mit einem Schlag gar nicht mehr durch. Ich denke das kommt vom Schweinemist. Etwas anderes hatte ich ja nicht als Duenger.

Fazit: Die Blaetter sind wohl eher als Produkt zu sehen als die Knollen. Die Schalen bekomme ich in der Fabrik spottbillig. Also warum auf die Knollen dann gehen. Es waere wohl gut wenn man die Blaetter pelletieren koennte.

Eine Pelletmaschine haette schon Vorteile.

 


 

Habe jetzt einmal angefangen den Maniok auszugraben aber der Boden ist sehr hart und so kommt dieser Anbau am Traktor nicht tief genug in die Erde. Gefaellt mir nicht. Viele Wurzeln schneidet es in der Mitte durch und bleiben dann im Boden. Das kann nicht Sinn der Sache sein.

Es kann aber auch sein das dies der Grund war warum kurz nach der Regenzeit soviel Andrang in der Fabrik herrschte und jetzt nichts los ist und die Maschinen still stehen.

Hier der Anbau um den Maniok auszugraben k-DSCN7131 k-DSCN7132 k-DSCN7139

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber wie man auf dem Bild erkennen kann ist der gar nicht tief genug in den Boden gekommen. Entweder sind die 45 PS vom Traktor zu wenig oder man muesste ein paar Gewichte noch auflegen. Auf jedenfall hat das keine Zukunft. Und in der Hochsaison in die Fabrik anliefern hat auch keine Zukunft weil da staut sich alles bei der Anlieferung das man zur Not noch ein Zelt mitnehmen muss zum uebernachten.

Den Boden befeuchten damit man die Wurzeln besser herausbringt. Eine andere Loesung sehe ich nicht.

Wie man auf dem Bild erkennt hat der Maniok schon wieder neu ausgetrieben weil ich durch das Haeckseln der Blaetter alles in die Laenge gezogen habe.

Bei der Anlieferung wurde auch der Staerkegehalt der Wurzeln untersucht und der war mit 17 % sehr niedrig.

Auf meine Frage an was dieses liegen koennte fragte man mich als erstes wegen dem Duengen und zweitens wann ich die Stangen geschnitten habe. Der neue Austrieb wirkt sich negativ auf den Staerkegehalt aus.

 

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Gedunegt habe ich gar nicht. Hald nur das Abwasser aus dem Schweinestall weil ich mit Absicht sehen wollte was passiert mit den Knollen. Von der Groesse her kann man fuer den Anfang schon zufrieden sein. Doch einige Wurzeln um die 9 kg und im Durchnitt so um die 5 kg.

 

 

 

 

k-DSCN7149Und hier die Ausbeute. Knappe 400 kg und 1.8 Bath hat es fuer das kg gegeben. Reich bin ich davon nicht geworden aber an Erfahrung gewonnen.

Es geht ja auch darum das ich immer in die Fabrik fahre um etwas zu holen. Waere es Asche, Abfall oder die Schalen. So kann man das miteinander verbinden und auf beiden Wegen ist etwas auf dem Auto. Mal fuer die Zukunft.

 

 

 


 

 

Letzte Woche habe ich einmal bei uns bei einer Annahmestelle den Maniok verkauf. Dort gab es 1.90Bath/kg. Es wird dort nicht der Staerkeanteil gemessen sondern die haeckseln die Knollen und trocknen die  dann.

Ich denke es rechnet sich, sich in das Thema Maniok mehr einzulesen denn wenn man sich die ganzen Video auf youtube anschaut dann sind das Mengen die zum nachdenken anregen.

Mit diesen Woertern kommt man weiter:

เทคนิคในการปลูกมันฯ 50 ตันต่อไร่

 


 

Seit ein paar Monaten fermentiere ich den Maniokabfall in den Plastikkisten. Der Grund war und sind die Fliegen. Die Fliegen zieht der Geruch von der Melasse und der Hefe an und die Betonbuchten bringe ich mit der Plastikfolie nicht fliegendicht. Ich hab das zwei Mal versucht ob es auch wirklich an dem gelegen hat und jedesmal wann ich den Maniok in den Buchten fermentiert habe sind die Fliegen mehr geworden.

In eine Kiste gehen um die 100 kg und kostet beim Macro um die 220 – 240 Bath. Zwei kann ich uebereinander stellen. Bei drei uebereinander geht die untere kaputt.

Seit ich das mache bin ich eigentlich zufrieden mit der Menge an Fliegen wo es im Stall hat.

 

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Auf den zwei naechsten Bilder ein Maniokhaecksler. Die zwei Bilder habe ich einmal im Web gefunden und wie es der Zufall will habe ich das gleiche Geraet an einem Geschaeft  bei uns in der Naehe stehen gesehen. Kostenpunkt 4500 Bath ohne Motor.

Ich denke ich werde ihn mir kaufen da ich doch immer wieder mal Maniok zum haeckseln haben werde.

 

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Ich hab die Maschine nun gekauft und das geschnittene schaut dann so aus:

 

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Hier noch ein Facebook Video dazu:

https://www.facebook.com/chaweewan.kienzl/videos/1437412982939496/

Die paar Qm Maniok wo ich am Haus gepflanzt habe kommen weg. Den kann man pflanzen wo man den Boden nicht bewaessern kann. Direkt am Haus pflanze ich lieber das Nephiergras. So aendert sich doch alles als wie man es sich am Anfang vorgestellt hat.

Was ich vielleicht noch dazu sagen kann ist das den Maniok den ich gerade ausgrabe ohne chemischen Duenger gewachsen ist und die Knollengroesse eigentlich doch ganz gut ist. Wie es mit dem Staerkeanteil ausschaut kann ich nicht sagen weil ich ihn selber trockne und den Rindern dann verfuettere. Geduengt habe ich ihn nur mit der Maniokschale und der Reishuelsenasche.

 


 

In der Blogsuche kam die Frage nach einer Maniokfabrik in Khon Kaen auf. Hier eine pdf ueber einige oder alle Maniokfabriken in Thailand:

List Starch Factory87

Original kommt von hier:

Die Fabrik in Khon Kaen muesste das sein

http://thaitapiocastarch.com/

 


 

Auf Facebook gibt es eine Gruppe die sich   มันหมักยีสต์ nennt. Dort wird diese Hefe angeboten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier das Rezept zum fermentieren:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und hier dann das Rezept zum Futter mischen. Die mischen das mit Fertigfutter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Herstellungskosten belaufen sich dann auf um die 1 Bath/kg. Verkauft wird meistens der Sack dann fuer um die 100 Bath/30kg. Verkaufen will ich nicht, nur damit man das im Hinterkopf hat was das eigentlich wert ist.

Laut einer Analyse soll der Proteinwert dann bei um die 19% sein, was fast nicht zu glauben ist. Die Huehner werden es als erstes bekommen, dann wird man sehen wie die Eier danach ausschauen. Da braucht es nur ein paar Tage um das Ergebniss zu sehen.

10 Kommentare

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  1. Gardener

    Wolfram, um noch mal auf die Fermentierung mit dem Maniokabfall zurueckzukommen.

    Was meinst du, ob das auch mit getrocknetem und wieder befeuchteten Maniok funktioniert?

    Oder wer koennte da Auskunft geben.

  2. Allgeier

    Hallo Gardener

    Meinst du jetzt den Maniokabfall frisch aus der Fabrik und den dann getrocknet oder meinst du die Knollen getrocknet.

    Die gehaeckselten Maniokknollen habe ich letztes Jahr fuer 7 Bath/kg gekauft.
    Gibt es bei euch nur eine Maniokfabrik? Ich kauf zwar immer nur in einer, aber da gibt es nochmal zwei andere im 100 km Radius. Die werden wohl nicht alle auf einmal zumachen in der Regenzeit.
    Nur was sind Alternativen?

  3. Gardener

    Also hier bei uns hat ein Vietmanese den Abnehmervertrag mit der Fabrik fuer den frischen Maniokabfall. Genau das Zeug, das wir fermentieren.
    Das trocknet er in der Sonne, fuellt es in Saecke und verkauft es in seinem Heimatland.
    Dieser getrocknete Maniok waere fuer mich jederzeit erhaeltlich, deshalb meine Frage, ob man das sozusagen wieder befeuchten und dann silieren kann.

    1. Allgeier

      Meine Antwort auf deine Frage ist: Ich weiss es nicht. Ich hab da noch nichts darueber gelesen das jemand sich die Muehe macht das Zeug trocknet und nachher wieder befeuchtet und siliert.
      Angenommen du bleibst beim getrockneten Maniokabfall. Bei dem Link schreiben sie, bei den traechtigen Muttersauen 30% und bei der Mast 15% im Futter.
      Was hast du zur Verfuegung um auf 100 % aufzufuellen und auch um auf die Werte von Amino und Protein zu kommen?
      Die Pampe aus der Sojamilchproduktion?
      Ich fuer meinen Teil wuerde sagen das 10 % Tiermehl hier genaus richtig waere. Um Bestandteile die einfach schlecht in den Werten sind, auszugleichen. Oder Sojaschrot.

  4. Geddi

    Bei der Angabe des Ertrags ist was falsch gelaufen. Der durchschnittliche Ertrag (landesweit) belaeuft sich auf ein wenig mehr als 20 TONNEN PRO HA also rd 3,5 Tonnen pro Rai.

    Spitzenreiter ist Indien mit rd 50% hoeherem Ertag.

    Auch unter Laborbedingungen sind 50 Tonnen pro Rai wohl neher ein Traum. Google mal und lies es dir LANGSAM durch. Beruecksichtige das sich die Angaben auf Hektar beziehen. 1 Hektar sind mehr als 6 Rai.

    1. Allgeier

      Hallo Geddi

      Bei den Videos heist es immer:

      50 ตันต่อไร่

      Also auf den Rai bezogen. Ich weiss das 50 to sich so unglaublich viel anhoert aber wenn man das dann auf die Stecklinge runterrechnet dann kommt man auf unter 20 kg der Steckling. Und das ist wieder moeglich.

      Ich denke im Maniok steckt viel mehr Potential was gar nicht ausgenuetzt wird weil gar nicht bedargsgerecht geduengt wird. Weil sonst waere mehr als ein Durchschnitt von 3,5 to moeglich. Wenn das der Durchschnitt ist wie hoch sind dann niedrige Ertraege? 1 to?
      Im April kommt bei mir der naechste Maniok wieder heraus und dann werde ich mir ein paar von diesen „Jumbo Giant“ Stecklingen zulegen und die auf meinen paar Qm ausprobieren.
      Aber die Angaben von den 50 to auf den Rai sind schon richtig. Nur du must dich auch fragen wieviele Maniokbauern ihren Maniok bewaessern? Da faengt es schon an.
      Da bei mir die Flaeche nicht gross ist kann ich schon sollche Experimente machen. Man verliert nichts dabei. Im Gegenteil gewinnt an Erfahrung.

      In diesem Sinne

      Allgeier

  5. Geddi

    Absoluter Bloedsinn!!!

    Glaub nicht das der Scheiss auf Youtube es besser weiss als die Angaben der weltweiten Ertraege im Netz.

    Da gibt es reichlich Quellen.

    Beim kontrollierten Versuchsanbau an landwirtschaftlichen Hochschulen kam man auf rd 8Tonnen.

    Rechne mal hoch, bei 50 Tonnen pro Rai kaeme ein Ertrag in geldwerter Hoehe von rd 100000Bath zustande.

    Mit 10 Rai waeren das 1 Million. Das waere das groesste Geschaeft in der Landwirtschaft. Niemand wuerde mehr Reis oder anderes anbauen

    1. Allgeier

      Ich frag eigentlich immer was die Leute fuer so Ertraege haben. Und das ist meistens zwischen 3 und 10 to/Rai. Ohne Bewaesserung.
      Schau dir das Bild an. Das sagt zwar nichts aus aber die Knolle soll 30 kg haben.
      http://roietbauer.com/video-und-mediathek/ausfluege/ausfluege/

      Ich bin noch nicht soweit das irgendetwas als Bloedsinn abhacke nur weil ich mir es nicht vorstellen kann. Vor ein paar Jahren haette ich mir auch nicht vorstellen koennen das BIOReis doppelt soviel Ertrag bringen kann als konventioneller. Oder das fermentierte Schnecken Ungeziefer abhalten kann.
      Schau dir doch die Boeden an. Wer macht sich Gedanken ueber Gruenduengung oder Zwischenfrucht. Wer planzt zwischen dem Maniok etwas aus um das Unkraut unten zu halten? Niemand. Wer bewaessert den Maniok? Einen in meiner Nachbarschaft habe ich jetzt gesehen der eine Tropefleitung montiert hat.
      Die Frage ist vielleicht auch in welche Richtung die Hochschulen forschen? Auf Gewicht oder Staerkeanteil. Auf jedenfall finde ich den Maniok interessant. Gerade die Tage einen Spaziergang gemacht und an einem total zugewachsenen Feld vorbeigekommen. Die haben hald kein Unkraut gehackt oder geschnitten. Das sind dann die die nur eine Tonne ernten. Ich hab bei mir im ersten Jahr auch nichts gemacht. So war der Ertrag auch. Naemlich nichts.

      Viele Maniok hat der Geddi angepflanzt?

  6. Geddi

    Meine Schwiegermutter und unser Sohn pflanzen auf ca 8 Rai Maniok an.

    Der Ertrag ist nicht hoeher als 3,5 Tonnen/Rai.

    Das macht (bei 8 Monaten bis zur Ernte) rd 40 Tonnen im Jahr. Wenn der Preis gut ist steht er bei rd 2 Bath pro Kg. Im Moment aber nur bei 1,6-1,8 Bath.

    1. Allgeier

      Letzte Woche war der Preis in Phon Thong/Roi Et 2.3 Bath/kg bei einem Staerkegehalt von 30 %. Bei 20 % war er bei um die 1.90Bath/kg. Was ich jetzt auch woanderst schon gelesen habe ist das Firmen einen schlechteren Preis zahlen wenn die die Knollen nicht auf Staerke untersuchen. Meine Knollen hatten einen recht niedrigen Gehalt an Staerke. Ich weiss auch warum weil ich nur das Abwasser der Schweine in das Feld gepumpt habe. Einseitig mit zuviel Nitrat geduengt. Das Kalium hat gefehlt. Deswegen auch die vielen Blaetter bei mir.
      Etwas anderes ist auch das manche Sorten um die 11 Monate brauchen.
      Ich hab mir auf deine Kommentare gestern auch nochmal das Video mit den 50 to angeschaut. Die stecken auch doppelt und anderst und somit wachsen die Knollen auf mehreren „Etagen“ im Boden. Auch sagten die was von 13 Monaten.
      Ich weiss nicht wo du wohnst aber ich wuerde bei der im Video angegeben Telefonnummer mal anrufen und mich erkundigen. Verlieren tut man nichts und dann auf einem Rai das bei dir ausprobieren. Dann wird man schon sehen.
      Was mir auch immer auffaellt das eigentlich niemand mit einem vollen Auto von der Fabrik zurueckfaehrt. Ich bringe Knollen hin und auf dem Rueckweg bringe ich ein Nebenprodukt aus der Fabrik mit das man dann als Duenger verwenden kann.
      Eine Troepfelleitung schlagt mit ungefaehr 2000 bath/Rai zu. Bei 3 to rechnet sich das nicht aber dann sollte der Ertrag auch hoeher sein und somit gleicht sich das wieder aus.
      3 to ist schon eher die untere Grenze was ich so immer hoehre.
      Bei uns kostet der Huehnermist aus Lopburi angekarrt um die 22 Bath der Sack. Eine Tonne wuerde ich schon rechnen auf den Rai und das in Verbindung mit Nebenprodukten aus der Fabrik sollte den Ertrag dann schon in die Hoehe treiben.
      Dann ist die Frage ob sich das rechnet? Ich denke schon. Wenn der Boden ausgelaugt ist dann kann nichts wachsen. Vielleicht auch einmal eine Bodenuntersuchung machen lassen. Stichwort Land development Buero um mal einen groben Ueberblick zu haben wie der Boden ueberhaupts ausschaut.

      Oder die Sorte mal wechseln? Vielleicht ist die Sorte die verwendet nicht ertragreich. Mir sagten die in der Fabrik immer ich soll die Sorte wechseln wegen einem hoeheren Staerkegehalt.
      Oder das Unkraut?
      Es gibt wohl doch einige Punkt was es zu beachten gibt. Aber irgendetwas muss man ja machen.

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